Gespenster

22.05.2022 15:30 Uhr

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©Volker Beinhorn

Familiendrama nach Henrik Ibsen

Das Landesbühnen-Publikum bekommt einen skandalträchtigen Theater-Klassiker zu sehen: Henrik Ibsens "Gespenster. Ein Familiendrama in drei Akten" in einer Inszenierung von Regisseur Jochen Strauch und Bühnen- und Kostümbildner Frank Albert – das Regieteam ist in Wilhelmshaven und dem Spielgebiet bereits bekannt durch die Inszenierungen "Nathan der Weise" (2017) und "The Who And The What" (2019).

Helene Alving ließ viel über sich ergehen: Trunkenheit, Exzesse und Affären ihres Mannes ertrug sie fromm. Sie wahrte den Schein und konzentrierte sich auf ihren Sohn Osvald, den sie vor dem "ruchlosen" Leben seines Vaters schützen wollte. Jetzt, 20 Jahre später, lebt Osvald als Künstler in Paris und kehrt zum zehnten Todestag seines Vaters zurück in die Heimat. Helene will zur Feier des Jahrestages endlich mit ihrem früheren Leben abschließen. Doch der Versuch, die Gespenster der Vergangenheit auszutreiben, schlägt fehl. Stattdessen sieht sie sich mit Wiedergängern aus alter Zeit konfrontiert, die den Zerfall ihres neuen Lebens und ihrer Familie bedeuten könnten.

Henrik Ibsens "Gespenster" gehört zu den aufsehenerregendsten Werken des Naturalismus – und das nicht zu Unrecht: Ibsen war seiner Zeit voraus und kritisierte mit seinem Familiendrama in drei Akten die bürgerliche Bigotterie und stellte damit die gesellschaftlichen Konventionen und Traditionen seiner Zeit so sehr in Frage, dass es mehrmals der Zensur zum Opfer fiel.

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