Rheinisches Theater Neuss – Glaube Liebe Hoffnung. Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern

15.04.2021 20:00 Uhr

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Theaterstück nach Ödön von Horváth

Im Oktober 1929 beginnt in Europa die Weltwirtschaftskrise. In fünf Bildern zeigt Horvath 1932 die Folgen der Krise: Arbeitslosigkeit,

sozialer Abstieg, Perspektivlosigkeit und Not. Eine junge Frau verkauft ihren Körper für 150 Mark schon zu Lebzeiten an ein Anatomisches Institut. Sie gibt vor, mit dem Geld einen Wandergewerbeschein zu kaufen, tatsächlich aber bezahlt sie damit eine Vorstrafe – sie hat unerlaubt Straßenhandel betrieben.

Das Institut zeigt sie wegen Betrugs an. Ein Gericht verurteilt sie zu Gefängnis. Beim Arbeitsamt lernt sie einen Polizisten kennen, der ihr die Ehe verspricht. Als der Polizist erfährt, dass sie vorbestraft ist, verstößt er sie. Sie nimmt sich das Leben. Das Institut und der Polizist leugnen die Bekanntschaft mit der jungen Frau. Niemand fühlt sich schuldig.

Der Titel des Volksstücks zitiert das Hohelied der Liebe in der Bibel (1. Korinther 13). Der Leidensweg der jungen Frau zeigt, wie pervertiert Glaube, Liebe und Hoffnung geworden sind.

Foto: Pexels / Monica Silvestre

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