Shakespeare im Park: Hamlet

09.07.2020 18:30 Uhr

Melcherswiese im Bürgerpark | 28209 Bremen

©Marianne Menke

Drama von Shakespeare, auch um 20.30 Uhr, Online-Tickets erforderlich

Lange war nicht klar, ob es auch dieses Jahr wieder "Shakespeare im Park" geben darf, doch nun ist heraus: Die beliebte Reihe geht als einer der zahlreichen Highlights des Bremer Kultursommer Summarum mit zehn Vorstellungstagen und insgesamt 21 Aufführungen an den Start.

Alle Inszenierungen werden in gekürzter, episch-szenischer, halb erzählt, halb gespielt, präsentiert und dauern ca. 45 Minuten. Es wird auf der Melcherswiese keine Bestuhlung geben, die Bremer Shakespeare Company bittet die Besucher bei Bedarf sich selbst eine Sitzgelenheit (Klappstuhl, Sitzdecke, etc.) mitzubringen. Wegen der Abstandsregel werden nur 80 bis 100 Zuschauer auf der Melcherswiese zugelassen.

Der König wurde ermordet. Sein Mörder, der eigene Bruder des ehemaligen Königs, sitzt nun auf dem Thron und liegt im Ehebett mit der Witwe des Ermordeten. Der Mord soll aus dem Bewusstsein getilgt werden, doch die Geister der Toten lassen sich nicht zum Schweigen bringen. Sie bedrängen die Lebenden aus dem Jenseits, fordern Rache und steuern die folgenden Geschehnisse.

Dem Prinzen Hamlet erscheint der Geist seines toten Vaters, der ihn auffordert, den Mord an ihm zu rächen. Hamlet schwankt zwischen intellektuellem Skrupel, unbeherrschter Wut, raffinierter Manipulation, Selbstzweifel und Weltekel. Er legt absichtlich ein verstörendes Verhalten an den Tag, um den Mörder herauszufordern und ihn seiner Tat zu überführen. Dabei lädt er bald selbst Schuld auf sich, denn er weist Ophelia, die ihn liebt, brutal zurück und treibt sie damit in den Selbstmord. Seine Rache an dem Mörder seines Vaters wird am Ende das gesamte Königshaus, auch ihn selbst, auslöschen.

Foto: Marianne Menke

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