Vom Himmel kommt es / Zur Erde muss es

26.04.2019 19:30 Uhr

Theater Bremen, Theater am Goetheplatz | Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen | 04 21 / 3 65 33 33 | www.theater-bremen.de

©Jörg Landsberg

szenisches Chorkonzert mit Werken von Fauré, Brahms und Schubert

Die Kurt-Hübner-Preisträger des Jahres 2018 – der Chor des Theater Bremen und seine Chordirektorin Alice Meregaglia – laden wieder ins Theater am Goetheplatz ein. Das Programm des diesjährigen Chorkonzerts folgt dem Kreislauf des Wiederkehrenden: "Vom Himmel kommt es / Zum Himmel steigt es / Und wieder nieder / Zur Erde muss es / Ewig wechselnd." (Johann W. Goethe)

Alles beginnt mit zwei Hörnern und einer Harfe: In Brahms' frühem Chorwerk "Vier Gesänge für Frauenchor" treten diese drei Instrumente in einen Dialog mit den weiblichen Stimmen des Chores. Dabei ertönt nicht nur ein voller Harfenklang, wie es in einem der Stücke heißt, sondern auch Shakespeares "Lied des Narren". Darin zeichnet sich bereits die Atmosphäre des gesamten Abends ab: Sanfte Melancholie trifft auf Ironie, Volkstümliches auf mythologische Überhöhung und hochromantische Musik auf episch-zarte Klänge.

Mit Schuberts nach Goethe entstandenem "Gesang der Geister über den Wassern", komponiert für Männerchor und tiefe Streicher, spinnt sich der Kreislauf des Wassers als Spiegel der menschlichen Seele fort, bevor sich am Ende sowohl die Instrumente als auch die Stimmen zu einem Chor vereinen und gemeinsam die "Messe de Requiem" von Gabriel Fauré anstimmen. Konzipiert aus dem Geist des Kammermusikalischen, erklingt seine frühe Fassung wie eine verheißende Versöhnung. Und so schließt sich in diesem besonderen, sanft-tönenden Konzert des Chores am Ende der Kreis – konzipiert und geleitet von Alice Meregaglia und in szenischer Gestalt von Vendula Nováková.

Foto: Jörg Landsberg

In Kalender eintragen