Warten auf Godot

23.03.2019 19:30 Uhr

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©Marianne Menke

Drama von Samuel Beckett, 19 Uhr Einführung

Es ist von einer frappierend paradoxen Komik, dass das Drama "Warten auf Godot", mit dem Samuel Beckett sein eigenes Gefühl des Scheiterne als Romancier abgearbeitet hat, auf den Bühnen gleich mit großem Erfolg einschlug: Ausgerechnet ein Stück, das das Scheitern als existentiellen Zustand zum Thema hat, bringt seinem Autor den herbeigesehnten Durchbruch.

Zentrum des Stücks ist das Warten und nicht etwa Godot. Godot ist die Projektion, die das Warten erträglich macht. Warten als vorweggenommenes Scheitern, doch ist das Scheitern nicht tragisches, lebensveränderndes Ereignis, sondern Existenzform, die zwischen Pathos und Lächerlichkeit changiert. Warten, das Überbrücken der Zeit vom Jetzt zu einem unbekannten Punkt in der Zukunft, bedeutet in diesem Drama vor allem Sprechen. Das Sprechen erzeugt das Spiel, mit dem die ansonsten "leere" Zeit gefüllt wird. Das Sprechen und das Spiel der Figuren kreisen unendlich um sich selbst und heben ihren Sinn damit auf.

Foto: Marianne Menke

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Warten auf Godot 26.10.2019 19:30 Uhr Bremer Shakespeare Company Bremen