Carmen

14.09.2017 19:30 Uhr

Staatstheater | Theaterwall 28, 26122 Oldenburg | 04 41 / 2 22 50 | www.staatstheater.de

©Stephan Walzl

Oper von Georges Bizet, 19 Uhr Einführung

Sobald der Soldat Don José ihr endlich bedingungslos verfallen ist, verliert Carmen das Interesse an ihm und wendet sich einem neuen Liebhaber zu. Kaum verwunderlich, dass Don José das nicht so einfach akzeptieren kann. Und was sagt eigentlich Micaëla dazu? Wer kennt sie nicht, die tragische Geschichte um die berühmteste Femme Fatale der Operngeschichte, die am Ende ihrer eigenen Leidenschaft zum Opfer fällt? "Carmen" ist nach der "Zauberflöte" und "Hänsel und Gretel" die weltweit meistgespielte Oper, viele der Arien haben einen Stammplatz auf den obersten Rängen der Klassikcharts – und doch hat Bizets Oper bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Das liegt neben der meisterhaften Musik und der spannungsreichen Handlung vor allem daran, dass der wesentliche Gehalt des Stücks weit über ein folkloristisches Drama hinausgeht: Wie so viele Meisterwerke erweist sich auch "Carmen" immer wieder als offenes Kunstwerk, das mit jeder szenischen Interpretation neu geschrieben wird. In Oldenburg widmet sich diesem Werk der Regisseur Robert Lehmeier, der für seinen oftmals ungewöhnlichen Zugriff auf die Stücke bekannt ist. So gehört zu seinen aufsehenerregendsten Arbeiten die Bearbeitung von Mozarts "Così fan tutte" für zehn Männer, die in der Jahresumfrage von Theater heute als "bestes deutschsprachiges Theaterstück" genannt wurde und an der viele bezeichnenderweise gerade die geistige Nähe zu Mozarts Original schätzten. Man darf also gespannt sein, in welchem Licht Lehmeier Bizets Oper zeigen wird, die alle hinlänglich zu kennen glauben. Foto: Stephan Walzl

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